„speedCIGS“-Projekt stellt neuen Weltrekord auf

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Wie sehen die Photovoltaikanlagen der Zukunft aus? Schlank und effizient. Seit Ende 2016 arbeitet das „speedCIGS“-Forscherteam daran, den Herstellungsprozess von sogenannten CIGS-Solarzellen zu beschleunigen, um sie dadurch für die Industrie attraktiver zu machen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprojekts wurde nun ein Wirkungsgrad der CIGS-Solarzellen von 23,3 Prozent erreicht – das stellt einen neuen Weltrekord für die CIGS-Technologie dar. Dieses Ergebnis wurde am 11. September 2019 auf der PVSEC-Konferenz in Marseille, Frankreich veröffentlicht.

CIGS steht für eine Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen. CIGS-Solarzellen können Licht wesentlich besser absorbieren als Silicium-Solarzellen, dadurch wird im Vergleich weniger als 1 Prozent Material benötigt. Durch die entsprechend deutlich geringere Schichtdicke gegenüber den bislang üblichen Silicium-Solarmodulen, lassen sich die CIGS-Dünnschichtsolarzellen äußerst flexibel an Häuserfassaden oder Dachziegel anpassen. Die Solarmodule der Zukunft werden entsprechend optisch nicht mehr wahrgenommen und können harmonisch in die Architektur bestehender Gebäude integriert werden. Und neben einem einheitlichen, ästhetisch ansprechenden Erscheinungsbild bieten sie zudem große Einsparmöglichkeiten: Die CIGS-Solarzellen-Technologie zeichnet sich insbesondere durch hohe Wirkungsgrade und Energieerträge aus. In der Herstellung wird im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten Solarzellen aus Silicium nur ein Zehntel der Energie benötigt.

Das Forschungsprojekt „speedCIGS“ erstreckt sich über eine Laufzeit von insgesamt fünf Jahren und wird vom BMWi mit über 7 Millionen Euro gefördert. Geleitet wird es von der Wilhelm Büchner Hochschule aus: Materialwissenschaftler Prof. Dr. Johannes Windeln ist für das Wissenschaftsmanagement zuständig. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Manz CIGS Technology GmbH, dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, den Universitäten Jena und Paderborn sowie dem Max-Planck-Institut Dresden durchgeführt.

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