Wissenschaftsforum 2021

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Wissenschaftsforum 2021 am 05.11.2021

Das Wissenschaftsforum der Wilhelm Büchner Hochschule findet im zweijährigen Turnus statt. Im Rahmen dieser Konferenz werden aktuelle Forschungsaktivitäten und -ergebnisse vorgestellt. Gleichzeitig dient die Veranstaltung dem Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik.

Das letzte Wissenschaftsforum fand am 08. November 2019 statt. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema „Nachhaltigkeit an Fernhochschulen“ und zielte insbesondere auf „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der akademischen Fernlehre“.

Dieses Jahr hat das Wissenschaftsforum das Leitthema:
Digitale Transformation – Chancen, Herausforderungen und innovative Ansätze –

Wissenschaftsforum 2021 der WBH zur Digitalen Transformation – Kontext und Hintergrund

Digitale Transformation – Chancen, Herausforderungen und innovative Ansätze – 

Digitalisierung ist dieser Tage ein viel bemüher Begriff. Dabei ist er nicht klar definiert und seinem Verständnis nach selbst Gegenstand einer Entwicklung (Bockshecker et al., 2018). Zwar herrscht weitgehend Einigkeit, dass Digitalisierung auf der Grundlage der elektronischen Datenverwaltung aufbaut. Die zugehörigen Wirkmechanismen jedoch sind vielfältig und vor allem dynamischen Veränderungen unterworfen. Die Auswirkungen sind langfristig und mitunter sehr umfassend sowie grundlegend. Umso mehr kann ein mangelhaftes Verständnis dessen, was Digitalisierung ist, zu scheiternden Versuchen führen, sie zu gestalten (Herbert, 2017).

Als Beispiel lässt sich anführen, dass die Digitalisierung den beruflichen wie privaten Bereich Information und Kommunikation ubiquitär beeinflusst hat. Sowohl die Verfügbarkeit von Informationen als auch die Leichtigkeit der Verteilung derselben hat sich enorm gesteigert. Zudem haben sich Möglichkeiten entwickelt, Informationen dezentral unmittelbar dort verarbeiten zu können, wo sie entstehen. Diese Trends haben zugenommen, nachdem die rein technische Basis bereits längere Zeit besteht. Die Entwicklungen zeigen jedoch in eine Richtung, die uns permanent mehr, technisch ausgefeiltere und komfortablere Möglichkeiten zur digitalen Informationsverarbeitung und -verteilung zur Verfügung stellt.

Die Digitalisierung führt so durch größere Informationsverfügbarkeit und zu mehr und schnelleren Entscheidungen – besseren wie schlechteren (Neubert, 2018). Die Folgen sind jedoch in unterschiedlichen Perspektiven sehr umfangreich und bedeutsam: Soziales, Technik und Gesellschaft – kein Bereich entzieht sich den Auswirkungen. 

Auf einer soziodynamischen Perspektive beispielsweise erhöht sich die Sichtbarkeit, die jeder Einzelne in einer digital zusammengefassten Gruppe für sich erfährt (Leonardi & Treem, 2020). Dies wiederum beeinflusst Meinungen und Meinungsbildungsprozesse, Gruppenbildung etc. Und dies geschieht gewerblich wie privat; vieles davon kann man in der aktuellen Zeit sehr eindringlich sowohl in den konventionellen als auch in den neuen Medien beobachten.

Aus einer technischen Betrachtung beispielsweise werden innovative Lösungen, Methoden und Techniken durch die Digitalisierung nicht nur ermöglicht, sondern ihre Entwicklung wird kontinuierlich weiter beschleunigt. Berufe, Berufsbilder und ganze Branchen verändern sich in rapider Geschwindigkeit, weil technische Lösungen viele nutzenstiftende Prozesse entweder radikal vereinfachen oder obsolet machen (Davidowski, 2018; Bongomin et al., 2020). 

Kaum einem Zweig der institutionalisierten Bildung in unserer Gesellschaft stellt sich nicht die Frage nach der Bedeutung der vielen Facetten der Digitalisierung für das eigene Fachgebiet. Grundsätzlich gilt: Wissensarbeit wird durch die digitale Transformation immer bedeutender (Görs et al., 2019). Durch effizientere Kollaboration entstehen innovative Ansätze für Problemstellungen in immer schnellerer Folge. Umso schwieriger wird es, einen Überblick zu behalten und sich adäquat auszubilden um eine relevante Rolle im Rahmen der Digitalisierung zu spielen.

Wir erkennen daran, dass Digitale Transformation tatsächlich nachhaltig und grundlegend die Art verändert, wie wir mit unserer analogen und digitalen Umwelt interagieren. Als Menschen möchten wir diese Veränderungen gerne greifbar machen, übersichtlich gestalten, um zumindest das Gefühl einer Kontrolle über den Prozess zu haben. 

Wo Transformationen stattfinden, ob bewusst gesteuert oder emergent-selbstorganisiert, besteht die Möglichkeit, zu gestalten. Chancen und Risiken ergeben sich und können von allen Akteuren wahrgenommen, analysiert und als Grundlage für bewusste Impulse genutzt werden, um das vermeintlich Beste aus der Digitalisierung zu machen. Der hohe Grad von Abhängigkeiten ist jedoch auch gleichzeitig die Chance des Einen und das Risiko des Anderen. Diese Zusammenhänge sind nicht auf einzelne Bereiche unseres Lebens beschränkt, sondern hüllen uns als Menschen unabhängig von Branche, Beruf oder Lebensumständen jederzeit und überall ein.

Publikationen zu den Themen Digitalisierung und Digitale Transformation existieren bereits in hoher Anzahl und vermutlich in praktisch allen Fachgebieten. Ihre Veröffentlichungskanäle verbleiben in den vergangenen Jahren interessanterweise dieselben. Die Entstehung von dezidierten hochwertigen wissenschaftlichen Formaten die fachübergreifend auf das Phänomen Digitale Transformation schauen, bleibt zunächst noch aus. 

Als technisch orientierte Hochschule mit einem breiten Spektrum an Angeboten in Wissenschaft und Forschung auch außerhalb typischer Fachgebiete, möchte die Wilhelm Büchner Hochschule an dieser Stelle einen Beitrag leisten.

Mit unserem Wissenschaftsforum laden wir zu Erarbeitung und Präsentation spannender Beiträge zum Thema Digitale Transformation ein. Die eingereichten Beiträge können sowohl konzeptioneller als auch theoretischer Natur sein, oder die Ergebnisse empirischer Untersuchungen ohne Einschränkung auf bestimmte Methoden sein. Einreichungen sind vor allem nicht auf bestimmte Fachbereichszugehörigkeiten beschränkt und zur Einreichung bereichsübergreifender Beiträge ermutigen wir ausdrücklich. 

Literatur
Bockshecker, A., Hackstein, S., & Baumöl, U. (2018). Systematization of the term digital transformation and its phenomena from a socio-technical perspective–A literature review. AISEL Research Papers, 43.

Bongomin, O., Ocen, G. G., Nganyi, E. O., Musinguzi, A., & Omara, T. (2020). Exponential Disruptive Technologies and the Required Skills of Industry 4.0. Journal of Engineering, 2020, 1–17. doi.org/10.1155/2020/4280156

Davidovski, V. (2018). Exponential Innovation through Digital Transformation. Proceedings of the 3rd International Conference on Applications in Information Technology - ICAIT2018. doi.org/10.1145/3274856.3274858

Görs, P. K., Hummert, H., Traum, A., & Nerdinger, F. W. (2019). Impact of Digitalization on Service Work in Knowledge-Intensive Business Services: An Empirical Study in Tax Consultancies. Journal of Service Management Research, 3(4), 209–222. doi.org/10.15358/2511-8676-2019-4-209

Herbert, L. (2017). Digital Transformation: Build Your Organization’s Future for the Innovation Age. Bloomsbury Publishing.

Leonardi, P. M., Treem, J. W. (2020). Behavioral Visibility: A new paradigm for organization studies in the age of digitization, digitalization, and datafication. Organization Studies, forthcoming. 

Neubert, M. (2018). The Impact of Digitalization on the Speed of Internationalization of Lean Global Startups. Technology Innovation Management Review, 8 (5), 44-54.
 

Das Wissenschaftsforum der Wilhelm Büchner Hochschule findet im zweijährigen Turnus statt. Im Rahmen dieser Konferenz werden aktuelle Forschungsaktivitäten und -ergebnisse vorgestellt. Gleichzeitig dient die Veranstaltung dem Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik. Das letzte Wissenschaftsforum fand am 08. November 2019 statt. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema „Nachhaltigkeit an Fernhochschulen“ und zielte insbesondere auf „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der akademischen Fernlehre“.  Dieses Jahr hat das Wissenschaftsforum das Leitthema Digitale Transformation.

In fast allen Bereichen des täglichen Lebens und Arbeitens sind Smartphones, Apps oder künstliche Intelligenz nicht mehr wegzudenken. Es existieren eine Reihe an Herausforderungen, die sich ständig in rasantem Tempo und in einem durch digitale Technologien verursachten Veränderungsprozess befinden, der kontinuierlich Anpassungen erfordert. „Die Digitalisierung treibt den Markt und ist ein Garant für mehr Arbeitsplätze“, erläutert Bitkom-Präsident Achim Berg. Aus diesem Grund gilt es, die Digitale Transformation mit Ihren Chancen, Herausforderungen und innovativen Ansätzen näher zu betrachten.

Das Programmkomitee lädt zur Einreichung anregender Beiträge ein. Willkommen sind theoretische Übersichten ebenso wie Fallstudien und Erfahrungsberichte sowie Beispiele zur Good-Practice, unabhängig vom fachlichen Hintergrund und der disziplinären Verortung.

Hier finden Sie unseren Call for Papers

Einreichung von Beiträgen (dt./engl.) und Anmeldung
Bitte reichen Sie einen Vollbeitrag (ca. 10 Seiten) in deutscher oder englischer Sprache ein. Aus diesem sollen Motivation, methodisches Vorgehen, Resultate, Originalität, Implikationen sowie eine kritische Reflexion hervorgehen. Bitte nutzen Sie für Ihre Einreichung ausschließlich das LNI-Template, welches auf der GI-Website unter www.gi.de/lni zum Download bereitsteht.

Hierbei ist zu beachten, dass sowohl die Anmeldung zur Konferenz als auch die Einreichung der Beiträge über unser Konferenzsystem www.conftool.net/wissenschaftsforum2021/ erfolgt.

Wir freuen uns auf Sie!

31.05.2021: Einreichung Beitrag

16.07.2021: Benachrichtigung der Autor*Innen

05.11.2021: Wissenschaftsforum

Mitglieder des Hochschulnetzwerkes

Prof. Dr. Michael Fellmann 
Univ. Rostock

Dr. Agneta Flore
OFFIS, Oldenburg

Dr.-Ing. Norman Franchi
Vodafone Chair Mobile Communications Systems
TU Dresden

Prof. Dr. Volker Frehe 
Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Münster

Prof. Dr. Thomas Freytag 
DHBW Karlsruhe

Dr. Ulf Gerhardt
Universität Osnabrück

Dr. Marie-Luise Groß
SAP AG, Walldorf

Dr. Constantin Houy
DFKI, Saarbrücken

Dr. Friedemann Kammler
DFKI, Osnabrück

Dr.-Ing. Erik Krempel
Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Prof. Dr. Jürgen Kühnlein
ETAS GmbH (Bosch Group)

Prof. Dr. Birte Malzahn 
HTW Berlin 

Prof. Dr. Vera Meister
TH Brandenburg 

Dr. Monika Pobiruchin
Hochschule Heilbronn

Dr.-Ing. Melanie Reuter-Oppermann
TU Darmstadt

Dr. Sebastian Robert
Fraunhofer IOSB, Karlsruhe

Dr.-Ing. Verena Schmidt
Siemens Healthineers, Kemnath

Prof. Dr. Werner Stork 
Hochschule Darmstadt

Prof. Dr. Hubertus Tuczek 
Hochschule Landshut

Dr.-Ing. Eric Veith
OFFIS, Oldenburg

Prof. Dr. Peter Weimann
Beuth Hochschule

Prof. Dr. Doris Weßels
FH Kiel 

Prof. Dr. Martin Wolf
FH Aachen
 

Hauptberufliche ProfessorInnen der Wilhelm Büchner Hochschule

Prof. Dr. Rüdiger Breitschwerdt
Wilhelm Büchner Hochschule

Prof. Dr. Michael Fuchs
Wilhelm Büchner Hochschule

Prof. Dr. Helge Nuhn
Wilhelm Büchner Hochschule

Prof. Dr. Zeynep Tuncer
Wilhelm Büchner Hochschule

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