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Forschungsfelder mit Zukunft

Eigene Forschung ist ein wesentliches Standbein unseres Erfolgs. Sie steht in besonderem Maße für die Qualität der Lehre an der Wilhelm Büchner Hochschule. Denn für ein inhaltliches Topniveau müssen wir unserem Selbstverständnis nach an der wissenschaftlichen Entwicklung aktiv beteiligt sein. Unseren Studierenden eröffnen wir so neueste Innovationen und wissenschaftliche Ergebnisse. Das Forschungskonzept der Wilhelm Büchner Hochschule wurde im Jahr 2014 grundlegend überarbeitet und vom Senat verabschiedet. Ein wesentliches Element des aktuellen Forschungskonzeptes ist die Clusterung einzelner laufender oder geplanter Forschungsaktivitäten hin zu strategischen Feldern, um Synergien zwischen der Forschung einzelner Professorinnen und Professoren zu nutzen. Hierbei werden insbesondere auch interdisziplinäre Fragestellungen aus den verschiedenen Fachbereichen der Wilhelm Büchner Hochschule in den Fokus gerückt. Schwerpunktthemen sind:

1. Innovatives Studienmodell zur Steigerung des Studienerfolgs berufsbegleitend Studierender

Als Fernhochschule ist uns die Einbindung aktueller Forschung in das Fernstudium sehr wichtig. Unsere fernstudienerprobten Professorinnen und Professoren entwickeln sowohl die Lehre „übers Netz“ als auch die Vermittlung von Wissen über printbasierte Medien ständig im Sinne einer effizienten und nachhaltigen Wissensvermittlung weiter.

Im Fokus stehen dabei sowohl die Inhaltselemente moderner Studienmodelle als auch deren Evaluation sowie die Untersuchung des Einsatzes neuer medialer Vermittlungsformen und didaktischer Szenarien, z. B. virtuelle Lernumgebungen. Der Einfluss von neuen Technologien und daraus entstandenen neuen Medien auf das Lernverhalten von Studierenden technischer Studiengänge dient als Grundlage für die zielgerichtete Entwicklung und Implementierung neuer Medien im Fernstudium.

Erasmus+-Projekt Online Proctoring for Remote Examination (OP4RE)

In den vergangenen Jahren ist das Angebot im Bereich Online- und Fernstudium in Europa rapide gewachsen. Dabei müssen in vielen Fällen Klausuren unter Aufsicht durchgeführt werden, um fundierte Leistungsnachweise auszustellen. Traditionelle Klausuren in einem Prüfungszentrum oder einer Hochschule sind nicht besonders effizient, da sie sowohl für die Institution als auch für die Studierenden mit hohen Kosten verbunden sind und auf diese Weise den Studiumszugang und -fortschritt behindern.

Das innovative Konzept des Online Proctoring for Remote Examination hat das Potenzial diese Herausforderung zu meistern, indem Studierende ihre Klausuren beispielsweise von zu Hause aus schreiben können.

In diesem Projekt arbeiten sechs Hochschulen aus Europa und ein Softwaredienstleister zusammen, um Leitlinien und Regeln zu entwickeln, wie Online-Fernklausuren eine sichere Prüfungsform darstellen können. Die Forschungsarbeit konzentriert sich unter anderem auf die Themengebiete Sicherheit und Privatsphäre, Prüfungsdurchführung, Protokolle, studentische Erfahrungswerte und Vergleichbarkeit der Prüfungsergebnisse. Diese Aspekte werden durch enge Zusammenarbeit auf europäischer Ebene untersucht, bestätigt und vereinheitlicht. So wird die länderübergreifende Anerkennung erworbener Kompetenzen gestärkt und der Zugang europäischer Studierender zu höherer Bildung sowie der Austausch untereinander verbessert.

Dieses Erasmus+-Projekt der KA2 Strategic Partnership wird von der Vrije Universiteit Amsterdam koordiniert. Des weiteren arbeiten an diesem Projekt das Institut RISBO der Erasmus Universiteit Rotterdam (NL), die Fontys hogescholen (NL), die Wilhelm Büchner Hochschule (DE), die Hertfordshire University (UK), die Universiteit Hasselt (B), die Fédération Interuniversitaire de l’Enseignement à Distance (FR) und die Firma ProctorExam (NL) mit.

Den öffentlichen Internetauftritt dieses Projekts finden Sie hier:
http://onlineproctoring.eu

Erasmus+-Projekt Online Proctoring for Remote Examination (OP4RE)

Weitere Informationen: Prof. Dr.-Ing. Michael Fuchs

2. Fragestellungen der Energiewirtschaft und Energietechnik im 21. Jahrhundert

Die Energiewende und der wachsende Anteil erneuerbarer Energien auf dem Energiemarkt stellen in Deutschland und anderen Industrienationen eine der zentralen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen dar. Auf diesem Gebiet liegende Forschungsarbeiten an der Wilhelm Büchner Hochschule behandeln z. B. Fragestellungen in den Bereichen Smart Grids und Energy Harvesting.

Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieUnter dem Projektnamen speedCIGS arbeitet ein von der Wilhelm Büchner Hochschule geleitetes Konsortium mit Partnern aus Forschung und Industrie daran, den Herstellungsprozess für CIGS-Dünnschichtsolarzellen für die Industrie attraktiver zu machen. Die polykristalline CIGS-Solarzellentechnologie zeichnet sich insbesondere durch hohe Wirkungsgrade und Energieerträge aus. Der im Vorgängerprojekt unter Laborbedingungen erzielte Zellwirkungsgrad liegt auf Weltrekordniveau. speedCIGS wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit Fördermitteln in Höhe von mehreren Millionen Euro gefördert.

Als Ergebnis des speedCIGS-Projekts soll unter anderem der Herstellungsprozess beschleunigt werden, damit bei gleichen Investitionskosten mehr Module pro Zeiteinheit produziert werden können. Somit könnte die Herstellung von CIGS-Solarmodulen deutlich günstiger werden. Die besondere Herangehensweise im speedCIGS-Projekt basiert auf der Kombination von numerischer Simulation im Bereich Computational Materials Science mit Methoden der Experimentalphysik, die Vakuumdeposition und Halbleiteranalytik zum Schwerpunkt haben.

3. Angewandte Ingenieurwissenschaften

In diesem Bereich werden sukzessive die Forschungsaktivitäten basierend auf den speziellen Profilen unserer Professorinnen und Professoren ausgebaut und miteinander vernetzt. Die Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet befassen sich z. B. mit elektromechanischen Systemen und dem Thema Industrie 4.0. Aktuelle Forschungsarbeiten an der Wilhelm Büchner Hochschule beinhalten auch Querschnittsdisziplinen, die es erlauben, alle Fachbereiche einzubeziehen. In Form von kooperativen Promotionsverfahren können junge Wissenschaftler an solchen Querschnittsaufgaben arbeiten und zur Promotion geführt werden.

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