Wie lässt sich ein Fernstudium finanziell planen?
Finanzielle Unterstützung kann den Weg ins Studium deutlich erleichtern. Erfahren Sie, welche Fördermöglichkeiten, steuerlichen Vorteile und Finanzierungsmodelle Ihnen zur Verfügung stehen und wie Sie Ihr Fernstudium planbar finanzieren können.
Ein Studium ist eine Investition in Ihre Zukunft. Gleichzeitig fragen sich viele Studieninteressierte, wie sich die Kosten eines Fernstudiums mit Beruf, Familie und laufenden Ausgaben vereinbaren lassen.
Die gute Nachricht: Für viele Studierende gibt es Möglichkeiten, die finanzielle Belastung zu reduzieren. Förderprogramme, Stipendien, steuerliche Vorteile oder Zuschüsse durch Arbeitgeber können dabei helfen, die Kosten eines Studiums besser planbar zu machen. Wer sich frühzeitig informiert, kann häufig mehrere Fördermöglichkeiten miteinander kombinieren und die Finanzierung von Anfang an auf eine solide Grundlage stellen.
Viele Interessierte denken bei der Studienfinanzierung zunächst an einen Kredit. Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche weitere Möglichkeiten, die oft übersehen werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- steuerliche Vorteile
- Stipendien und Förderprogramme
- Zuschüsse durch Arbeitgeber
- Förderungen einzelner Bundesländer
- Bildungs- und Studienkredite
- Rabatte und Sonderkonditionen
Welche Optionen für Sie infrage kommen, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem beruflichen Hintergrund und Ihrem Studienziel ab.
In vielen Fällen: ja.
Studienkosten können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.
Bei einem Zweit- oder Aufbaustudium lassen sich die Kosten häufig als Werbungskosten geltend machen. Dazu können beispielsweise Studiengebühren, Fachliteratur, Arbeitsmittel oder Reisekosten gehören.
Auch bei einem Erststudium können steuerliche Vorteile möglich sein. Hier gelten jedoch andere Voraussetzungen und Höchstgrenzen.
Da steuerliche Situationen individuell unterschiedlich sind, empfiehlt sich bei Fragen eine Beratung durch eine Steuerfachperson.
Viele Menschen verbinden Stipendien ausschließlich mit Bestnoten oder einem klassischen Vollzeitstudium. Tatsächlich existieren jedoch zahlreiche Förderprogramme für berufserfahrene Studierende.
Besonders interessant sind häufig:
Aufstiegsstipendium
Das Aufstiegsstipendium richtet sich an Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung, die erstmals ein Studium aufnehmen möchten. Berufsbegleitend Studierende können dabei jährlich finanzielle Unterstützung erhalten.
Weiterbildungsstipendium
Junge Berufstätige mit besonders guten Ausbildungsleistungen können über das Weiterbildungsstipendium finanzielle Unterstützung für ein Studium oder eine akademische Weiterbildung erhalten.
Darüber hinaus vergeben zahlreiche Stiftungen und Förderwerke eigene Stipendienprogramme.
Ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber kann sich lohnen.
Viele Unternehmen fördern die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden, insbesondere wenn die erworbenen Kompetenzen auch im beruflichen Umfeld eingesetzt werden können.
Mögliche Formen der Unterstützung sind:
- Übernahme von Studiengebühren
- Zuschüsse zu Weiterbildungskosten
- zusätzliche freie Tage für Weiterbildungsmaßnahmen
- Bildungsurlaub
- flexible Arbeitszeitmodelle
Gerade ein Fernstudium bietet Unternehmen oft Vorteile, da die Weiterbildung berufsbegleitend erfolgt und keine längeren Ausfallzeiten entstehen.
Wenn andere Fördermöglichkeiten nicht ausreichen, können Studien- oder Bildungskredite eine zusätzliche Option sein.
Anbieter wie die KfW oder die Deutsche Bildung bieten spezielle Finanzierungsmodelle für Studierende an. Je nach Programm sind monatliche Auszahlungen möglich, die nach dem Studium zurückgezahlt werden.
Da Kredite immer mit einer späteren Rückzahlung verbunden sind, sollten sie sorgfältig geprüft und mit anderen Fördermöglichkeiten verglichen werden.
Viele Bundesländer unterstützen berufliche Weiterbildungen durch eigene Förderprogramme.
Je nach Wohnort können beispielsweise Zuschüsse für Zertifikatskurse oder berufliche Weiterbildungen beantragt werden. Die Förderbedingungen unterscheiden sich jedoch teilweise deutlich.
Deshalb lohnt sich ein Blick auf aktuelle Förderprogramme in Ihrem Bundesland oder in die Förderdatenbank des Bundes.
Auch die Wilhelm Büchner Hochschule unterstützt Studierende mit verschiedenen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.
Dazu gehören unter anderem:
- Rabatte und Sonderkonditionen für bestimmte Personengruppen
- Nachlässe für ausgewählte Zielgruppen
- Unterstützung bei Fragen zur Studienfinanzierung
- individuelle Beratung zu Fördermöglichkeiten
- flexible Lösungen in besonderen Lebenssituationen
Welche Möglichkeiten für Sie konkret infrage kommen, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Der erste Schritt besteht darin, sich einen Überblick über die verfügbaren Möglichkeiten zu verschaffen.
Dabei helfen diese Fragen:
- Kommen steuerliche Vorteile für mich infrage?
- Erfülle ich die Voraussetzungen für ein Stipendium?
- Unterstützt mein Arbeitgeber meine Weiterbildung?
- Gibt es Förderprogramme in meinem Bundesland?
- Benötige ich zusätzlich einen Studienkredit?
Je früher Sie sich mit diesen Fragen beschäftigen, desto besser können Sie die Finanzierung Ihres Studiums planen.
Fazit: Finanzierungsmöglichkeiten werden häufig unterschätzt
Viele Studieninteressierte gehen zunächst davon aus, dass sie die Kosten eines Studiums vollständig selbst tragen müssen. In der Praxis stehen jedoch häufig verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Steuerliche Vorteile, Stipendien, Arbeitgeberzuschüsse oder staatliche Förderprogramme können dazu beitragen, die finanzielle Belastung deutlich zu reduzieren.
Deshalb lohnt es sich, die eigenen Möglichkeiten frühzeitig zu prüfen und vorhandene Förderangebote gezielt zu nutzen.
Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten
Sie möchten wissen, welche Förderungen, Zuschüsse oder Finanzierungsmodelle für Ihre persönliche Situation infrage kommen?
Unsere Studienberatung informiert Sie gerne über Ihre Möglichkeiten und unterstützt Sie bei den nächsten Schritten.