Lebensmittelverfahrenstechnik: Aufgaben, Studium & Gehalt
Lebensmittelverfahrenstechniker:innen arbeiten meist in der Lebensmittelbranche bzw. Lebensmittelverfahrenstechnik-Branche und ihre Aufgaben umfassen u. a. die Entwicklung, Herstellung, Verarbeitung und Qualitätskontrolle von Lebensmitteln unter Berücksichtigung hygienischer, gesetzlicher und technischer Standards. Viele Lebensmittelverfahrenstechnikerinnen und Lebensmittelverfahrenstechniker entschließen sich nach der Ausbildung, ein Studium aufzunehmen. Dies erweitert oftmals das Aufgabenfeld, z. B. in den Bereich der Produktentwicklung.
Wie wird man Lebensmittelverfahrenstechniker:in?
Lebensmittelverfahrenstechniker:in wird man über eine Berufsausbildung oder ein Studium. Wer dieses Bachelor-Studium absolvieren möchte, sollte Interesse an Naturwissenschaften und Technik sowie mathematisches Verständnis haben. Hier geht es um physikalische, chemische und mikrobiologische Aspekte bei der Herstellung von Lebensmitteln. Darüber hinaus wird juristisches und betriebswirtschaftliches Wissen vermittelt.
Ein Studium der Lebensmittelverfahrenstechnik eröffnet Menschen, die bereits in der Branche tätig sind, neue berufliche Möglichkeiten, beispielsweise im Vertrieb oder der Produktentwicklung. Einige Lebensmittelverfahrenstechniker:innen spezialisieren sich beispielsweise auf die Entwicklung von Produktionsanlagen oder anderer Lebensmitteltechnologien. An vielen Universitäten und auch an der WBH können sich die Studierenden dieser Fachrichtung im Laufe des Studiums für Wahlpflichtfächer und Vertiefungen entscheiden.
Das Bachelor-Studium dauert auch im berufsbegleitenden Fernstudium in der Regel sechs Semester und oftmals gibt es eine Praxisphase. Das Studium endet mit einem Bachelor of Engineering (B. Eng.). Natürlich gibt es die Möglichkeit, im Anschluss einen Master zu erwerben.
Meist ist für das Studium der Lebensmittelverfahrenstechnik das Abitur oder das Fachabitur Voraussetzung. Einige Hochschulen erwarten von ihren Studierenden erste praktische Erfahrungen. Um an der WBH Lebensmittelverfahrenstechnik berufsbegleitend zu studieren, ist eine abgeschlossene Berufsausbildung notwendig. Nach dem Studium sind die Jobaussichten sehr gut, da in der Lebensmittelbranche Fachkräfte gefragt sind.
Im Studium der Lebensmittelverfahrenstechnik an der WBH vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in der Lebensmittelindustrie. Zunächst geht es im Grundstudium um mathematische, naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen. Danach ist im späteren Verlauf des Studiengangs eine Spezialisierung auf Angewandte Verfahrenstechnik, Nachhaltigkeit und Nachhaltige Ernährung möglich. Da im Studium Kenntnisse in BWL und Marketing vermittelt werden, sind spätere Aufgaben im Vertrieb oder im Controlling denkbar. Wer eine Tätigkeit im Labor anstrebt, hat nach dem Studium auch diese Option. Zudem ist eine berufspraktische Phase integriert. Sie können das Lebensmittelverfahrenstechnik-Fernstudium neben dem Job absolvieren.
Welche Aufgaben hat ein Lebensmittelverfahrenstechniker:in?
Der Studiengang vermittelt Ihnen im Fernstudium umfassende mathematische, naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagenkenntnisse. Ergänzt wird dies mit Informatik sowie Businessmanagement und Führung. Durch mehrere Lernmodule erwerben Sie eine Bandbreite an Fachwissen aus der Lebensmittelverfahrenstechnik.
Schließlich ermöglicht Ihnen das Studium eine Spezialisierung auf ein Fachgebiet. Zur Wahl stehen die drei Schwerpunktbereiche Angewandte Verfahrenstechnik, Nachhaltigkeit und Nachhaltige Ernährung. Sie erweitern ebenfalls Ihre überfachlichen Kompetenzen – damit sind Sie für die Aufgaben des Managements gerüstet. Nicht zuletzt eröffnet Ihnen das Studium die Chance, Ihr erworbenes Wissen direkt praktisch einzusetzen.
Was verdient man als Lebensmittelverfahrenstechniker:in?
Lebensmittelverfahrenstechniker:innen verdienen zwischen 29.700 Euro und 42.800 Euro im Jahr. Gerade in Großstädten ist die Zahl der offenen Stellen groß und hier kann das Gehalt höher sein als im ländlichen Raum. Berufserfahrung und Weiterbildungen erhöhen die Chancen auf ein höheres Gehalt. Das Gehalt mit Studium ist in der Regel höher und kann durchaus zwischen 4.800 Euro bis 6.100 Euro brutto im Monat liegen.
Wo arbeitet man als Lebensmittelverfahrenstechniker:in?
Schaffen Sie die Voraussetzungen für unsere Ernährung – im Rahmen des Studiums der Lebensmittelverfahrenstechnik erlangen Sie die Kompetenzen, die ein optimales Verarbeiten von Rohstoffen zu Lebensmitteln und einen reibungslosen Ablauf der Produktion unter Berücksichtigung von Fragen der Wirtschaftlichkeit, der Ressourcenschonung und des Umweltschutzes ermöglichen. Dieses Expertinnenwissen und Expertenwissen mit moderner Führungskompetenz bietet Ihnen sehr gute Aussichten und bereitet Sie auf unterschiedliche Tätigkeitsbereiche und anspruchsvolle Aufgaben in der Lebensmittelindustrie vor. Zum Beispiel bei:
- Unternehmen der Lebensmittelindustrie (z. B. Fleisch-, Milch-, Süß- oder Backwarenherstellung)
- Unternehmen der Getränkeindustrie
- Planungs-, Vertriebs-, Montage- und Servicefirmen von verfahrenstechnischen Anlagen für Lebensmittel (z. B. zur Herstellung oder Verpackung)
- Genehmigungs- und Überwachungsbehörden
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Dieser Studiengang wird häufig von Interessent:innen mit vorheriger Laborerfahrung gewählt oder von Interessent:innen, die planen, in Laboren zu arbeiten. Er ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie auf Basis Ihrer Laborausbildung künftig mehr Verantwortung übernehmen möchten – etwa in leitenden Funktionen wie Schicht- oder Produktionsleitung in der Produktion. Weitere Studiengänge, die häufig von Laborfachkräften gewählt werden finden Sie hier.
Häufig gestellte Fragen zum Berufsbild Lebensmittelverfahrenstechniker:in
Was ist Lebensmittelverfahrenstechnik?
In der Lebensmittelverfahrenstechnik geht es um die Verarbeitung von Rohstoffen zu Lebensmitteln. Dabei kommen in der Regel industrielle Verfahren zum Einsatz.
Wie wird man Lebensmittelverfahrenstechniker:innen?
Generell gibt es zwei Wege, um Lebensmittelverfahrenstechniker:innen zu werden: eine Ausbildung oder ein Studium. Oftmals beginnen Lebensmittelverfahrenstechniker:innen nach der Ausbildung ein Studium, um ihre Kenntnisse zu vertiefen, sich zu spezialisieren und höhere Positionen begleiten zu können.
Was muss man studieren, um Lebensmittelverfahrenstechniker:innen zu werden?
Je nach Universität sind die einzelnen Studiengänge etwas anders gestaltet. Meist handelt es sich dabei um Ingenieurstudiengänge oder Studiengänge in der Lebensmittelverfahrenstechnik, wie hier an der WBH.
Was müssen Lebensmittelverfahrenstechniker:innen können?
Neben technischem, mathematischem und naturwissenschaftlichem Verständnis ist eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise wichtig. Lebensmittelverfahrenstechniker:innen sollten über eine gute Reaktionsgeschwindigkeit verfügen und in der Lage sein, in kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen.
Noch unentschlossen?
Sie wollen mehr zu Inhalten, Perspektiven und Spezialisierungen Ihres Studiums an der Wilhelm Büchner Hochschule erfahren? Unser Infopaket informiert Sie umfassend.

